Drucken Zurück zur Übersicht

Transporte: Das Gute ist so nah

Es gibt kaum ein landwirtschaftliches Produkt, bei dem die Frische so entscheidend ist, wie bei Gemüse. Kopfsalat muss auf der Zunge zergehen, die Gurke zwischen den Zähnen knacken. Das geht nur bei frischer Ware. Deshalb spielt der Faktor Zeit ab der Ernte vom Feld eine grosse Rolle. Zudem nimmt der Vitamin-Gehalt in Gemüse relativ schnell ab, wenn es zu Verzögerungen bei der Auslieferung kommt. Gemüse aus der Region haben wegen den kurzen Transportwegen einen Vorteil. Kürzere Strecken wirken sich positiv auf die Ökobilanz aus. Wobei sich die Experten nicht immer ganz einig sind, was genau beim Vergleich von Gemüsesorten unterschiedlicher Herkunft in eine ökologische Bewertung reingehört.

Immer schlecht für die Ökobilanz sind Flugtransporte oder intensiv geheizte Gewächshäuser. Oft nicht berücksichtigt in den ökologischen Betrachtungen sind Faktoren wie Wasser- oder Landverbrauch. Wenn Wasser knapp ist und aus grosser Tiefe von fossilen Quellen heraufgepumpt werden muss, belastet das die Umwelt nachhaltig. Zudem fehlt in den Überlegungen oft die ganze soziale Komponente, wie beispielsweise die Berücksichtigung der Arbeitsbedingungen von Erntehelfern. In der Schweiz profitieren die Arbeitskräfte von einem gesetzlich geregelten Arbeitsumfeld und gerechten Löhnen.

Auf der sicheren Seite sind Konsumentinnen und Konsumenten, wenn sie saisongerecht Gemüse aus der Region einkaufen. Das heisst also: Tomaten und Kopfsalat im Sommer und Lagergemüse wie Karotten oder Sellerie im Winter.



Verband schweizerischer
Gemüseproduzenten