Gemüse ist ein Naturprodukt. Es muss heute in einer Welt bestehen, die zunehmend von Mechanisierung und Rationalisierung geprägt ist. Natur und Technik in Einklang zu bringen, das ist deshalb eine der Hauptaufgaben der Gemüseproduzenten. Die Grundlage des Gemüsebaus ist und bleibt der Boden. Die Technologie wird genutzt, um diesen möglichst schonend zu bewirtschaften. Beispielsweise mit kombinierten Geräten, die die Fahrten auf dem Gemüseacker reduzieren. Moderne Analysegeräte messen exakt den Düngerbedarf von Kulturen, womit die Böden vor Überdüngung geschützt werden. Gesetzlich und freiwillig festgelegte Produktionsstandards bilden den Rahmen der umweltgerechten Gemüseproduktion. Dazu gehören auch ökologische Ausgleichsflächen – beispielsweise Hecken oder Blumenwiesen –, die jeder Gemüseproduzent auf seinem Betrieb anlegen muss, damit er den gesetzlich verlangten Ökologischen Leistungsnachweis erbringen kann.
Ökologische Auflagen sind für die Gemüsebetriebe immer mit Mehrkosten verbunden. Wenn der Markt nach immer tieferen Preisen schreit, dann steht das im direkten Widerspruch dazu. Besonders wenn billige Import-Ware aus Ländern auf den Preis drückt, die unter deutlich geringeren Umwelt-Vorschriften produziert worden ist. Beispielsweise in Plastiktunnels auf Halbwüsten mit Bewässerungssystemen, die das Wasser – alles andere als nachhaltig – aus nicht regenerierbaren Quellen in 700 Meter Tiefe beziehen.
Das Thema Nachhaltigkeit ist für die Schweizer Gemüseproduzenten mehr als nur eine Phrase: Nur fruchtbare Böden sichern die Gemüseproduktion in Zukunft. Und nur wenn Schweizer Gemüse richtig frisch ist und eine erstklassige innere und äussere Qualität aufweist, wird die Kundschaft zugreifen. Die naturnahe Produktion bildet deshalb einen der Grundpfeiler des langfristigen Erfolgs von Schweizer Gemüse. Viele Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten unterstützen diese Philosophie mit ihrem Kaufentscheid und sind bereit, für die Mehrleistungen einen gerechten Preis zu bezahlen.