Gemüsekonsum steigt
Früher leisteten mehr Leute körperliche Arbeit als heute. Gefragt waren deshalb vor allem kohlenhydratreiche Mahlzeiten. Gemüse wurde vor allem als Beilage serviert. 1990 assen Schweizerinnen und Schweizer auch deshalb nur 60 Kilogramm Frischgemüse im Jahr. Inzwischen sind aber die gesundheitlichen Vorteile des regelmässigen Gemüsekonsums auch wissenschaftlich erwiesen. Zudem müssen immer weniger Leute körperlich strenge Arbeiten leisten. Sie brauchen deshalb weniger Kohlenhydrate, dafür umso mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Da eignet sich Gemüse natürlich besonders gut. In den letzten zwei Jahrzehnten stieg der jährliche Konsum um einen Viertel auf 80 Kilogramm Frisch- und Lagergemüse pro Person. Etwas mehr als die Hälfte davon (41,4 Kilogramm) war Schweizer Gemüse, der Rest Import-Gemüse. Dieses stammt zu über 75 Prozent aus EU-Ländern. Die Hauptimport-Länder sind Frankreich, Italien und Spanien. Beim Verarbeitungsgemüse ist der Schweizer Anteil geringer und liegt bei rund einem Fünftel der gesamten in der Schweiz verwendeten Menge.
Ganz zu oberst auf der Hitliste bei Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten liegen Tomaten, Karotten und Eisbergsalat. Das ist aber nach Ansicht des Bundesamtes für Gesundheit noch nicht genug: Es empfiehlt einen jährlichen Konsum von 109,5 Kilogramm Gemüse jährlich. Am besten 5 Portionen pro Tag.