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Ernte und Aufbereitung

Die Ernte und die danach folgende Aufbereitung von Gemüse ist der arbeitsintensivste Teil in der Gemüseproduktion. Der ideale Erntezeitpunkt befindet sich bei den meisten Gemüsearten kurz vor Vollreife. Um Kosten zu senken, setzen die Gemüseproduzenten beim Ernteprozess wenn möglich Maschinen ein. Trotz Teil- und Vollmechanisierung ist aber oft auch Handarbeit nötig. Bei Spargeln beispielsweise ist die Erntereife von Pflanze zu Pflanze auf dem gleichen Damm sehr unterschiedlich und muss jeweils von Auge beurteilt werden. Das Ausstechen geschieht in der Regel von Hand. Spargel zählt deshalb zu den arbeitsintensivsten Kulturen im Gemüsebau, was sich letztlich auf die Kosten auswirkt.

Bei der Ernte von Gemüse ist exakte Arbeit gefragt: Es dürfen keine mechanischen Beschädigungen auf dem Erntegut entstehen. Das hätte negative Folgen für die Gemüsequalität, denn an Bruchstellen bildet sich schnell Fäulnis. Ausserdem meidet die Kundschaft Gemüse, wenn es im Verkaufsregal äusserlich sichtbare Mängel aufweist.

Ist das Gemüse geerntet, muss es geputzt und gewaschen werden: Umblätter und Seitenwurzeln werden weggeschnitten, Erdreste oder Sandkörner entfernt. Für das Waschen wird aus hygienischen Gründen Trinkwasser verwendet. Danach erfolgt die Sortierung der Gemüse nach Grösse oder Gewicht. In grossen Betrieben geschieht diese Kalibrierung maschinell. Für den Transport wird das Gemüse in Plastikkisten, Kartonboxen oder gleich in Abfüllbeuteln bereitgestellt.

Einige Betriebe haben sich spezialisiert und verarbeiten das Gemüse weiter zu küchenfertigem Gemüse (z. B. gemischte Schnittsalate).



Verband schweizerischer
Gemüseproduzenten