Lagergemüse: Für den Winter vorsorgen

Die Bauernfamilien von einst besassen einen kühlen und dunklen Keller, in dem sie jeweils ihre Wintervorräte anlegten. Hinein gehörten lagerfähige Gemüse wie Karotten, Kabis oder Zwiebeln. Diese lieferten der Familie über den Winter wertvolle Vitamine und Ballaststoffe. Heute besitzen die meisten Privathaushalte keine geeigneten Lagerräume mehr. Die Lagerung übernehmen zum grössten Teil die Gemüseproduzenten selbst und beliefern die Läden direkt mit der Ware aus ihren modernen Lagerräumen. Deshalb sind die Gestelle praktisch während des ganzen Winters mit Karotten oder Zwiebeln aus einheimischer Produktion gefüllt.

Die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren heute während des ganzen Jahres von einem Vollsortiment mit allerlei Gemüse. Vom Kopfsalat bis zur Tomate. Ausserhalb der Schweizer Anbausaison werden solche Frischgemüse aus dem Ausland importiert, was aus ökologischer Sicht fragwürdig ist. Eine saisongerechte Ernährung mit einheimischem Lagergemüse - vor allem in den Wintermonaten - ist ökologisch sinnvoll. Mit etwas Phantasie zubereitet sind Karotten, Randen, Knollensellerie und Co. deutlich mehr als nur geduldete Lückenbüsser. Aus dem vermeintlich „langweiligen“ Lagergemüse lassen sich äusserst attraktive Menüs zubereiten.

Typische Lagergemüse von heute sind (nach Lagermengen geordnet):
Karotte
Zwiebeln
Randen
Knollensellerie
Weisskabis
Rotkabis
Wirz
Zuckerhut
Cicorino Rosso



Verband schweizerischer
Gemüseproduzenten