Heizöl zählt immer noch zu den häufigsten verwendeten Energieträgern im Gemüsebau. Die hohen Preise vor ein paar Jahren haben den Gemüseproduzenten schmerzhaft aufgezeigt, wohin diese Abhängigkeit führen kann. Deshalb sind viele auf der Suche nach alternativen Energiequellen. Eine Möglichkeit – besonders in den Gewächshäusern – ist die Nutzung von aus Biomasse erzeugter Wärme von Biogasanlagen. Besonders geeignet für die Vergärung sind die im Gemüsebau reichlich anfallenden Rüstabfälle. Die Biogasanlagen erzeugen in der Regel neben Wärme vor allem elektrischen Strom, der von der staatlichen kostendeckenden Einspeisevergütung profitiert. Weitere Vorteile: Die Wärme steht konstant zu jeder Jahreszeit zur Verfügung und ist CO
2-neutral, weshalb keine CO
2-Abgabe fällig wird. Das gleiche gilt bei Holzheizungen, wie sie beispielsweise auf dem Betrieb der
Gebrüder Müller in Steinmaur ZH steht. Eine andere – ebenfalls CO
²-neutrale – Möglichkeit ist die Verbrennung von pflanzlichen Ölen in einem Blockheizkraftwerk zur Produktion von Strom und Wärme.
Neben Biomasseenergieanlagen bietet sich im Gemüsebau die Sonne als geeignete Energiequelle an: Für die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen erhalten die Betreiber ebenfalls eine kostendeckende Einspeisevergütung. Allerdings ist diese zurzeit noch auf wenige Anlagen limitiert, da der vorgesehene maximal dafür zur Verfügung stehende Betrag gesetzlich fixiert und bei der Solarenergie bereits ausgeschöpft ist.