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Energiesparen auf dem Gemüsebaubetrieb

Die Kosten für Heizöl, Strom oder Holz fallen bei vielen modernen Gemüsebaubetrieben ins Gewicht. Energiesparen macht deshalb nicht nur aus ökologischen Gründen Sinn. Auch weil die Energiepreise in den nächsten Jahren gemäss Experten vermutlich ansteigen werden. Viel Energie verbrauchen die Gewächshäuser. Im Vergleich zu früher üblichen freistehenden Häusern mit Einfachglas, verbrauchen heutige Gewächshäuser in Blockbauweise und mit 2-Scheiben-Verglasung schon einmal über 50 Prozent weniger Energie. Ähnliches gilt in Folienhäusern mit Einfach- respektive Doppelfolie.

Das zeigt: bei alten Häusern besteht viel Einspar-Potential. Der Unterschied beim Energieverbrauch von alten zu neuen Gewächshäusern ist erst ab einer Temperatur von 10 Grad markant. Teure Isolationsmassnahmen lohnten sich deshalb aus ökonomischer Sicht erst bei hohen Innentemperaturen.

Einfache Massnahmen zum Energiesparen im Gewächshaus
- Gewächshaushülle reparieren, abdichten und isolieren
- Lichteinfall optimieren: Scheiben reinigen, Eindeckung wechseln
- Energieschirme neu einbauen, Gewebe tauschen und reparieren
- Isolierung zwischen Heizrohren und Glas
- Isolierung der Rohrleitungen
- Heizung möglichst nahe an den Pflanzenbestand bringen
- Regeltechnik überprüfen: Messfühler möglichst in Hausmitte
- Kaltkulturen gehören in alte Gewächshäuser
- Nicht in/vor der Nacht bewässern
- Beheizte Leerflächen vermeiden
- Leerflächen mit Folie abgrenzen

Viel Energie verbrauchen zudem die Anlagen (z.B. Kühlanlagen), der ganze Maschinenpark oder der Transport zu den Abnehmern. Mit optimiertem und effizientem Einsatz kann hier weitere Energie eingespart werden.



Verband schweizerischer
Gemüseproduzenten